Münchens Leitungswasser ist kalkreich - das Wasser der Isar und der Gebirgsquellen enthält natürliches Calcium und Magnesium. Das sorgt für guten Geschmack, hinterlässt aber weiße Ablagerungen in Rohren, Armaturen und Abflüssen. Mit den richtigen Mitteln lassen sich Kalkablagerungen zuverlässig entfernen.
Wie entsteht Kalk im Rohr?
Beim Durchfließen von warmem Wasser fällt gelöstes Calciumcarbonat aus und setzt sich an Rohrwandungen ab. Je länger das Wasser im Rohr steht und je wärmer es ist, desto mehr Kalk lagert sich ab. In Warmwasserleitungen und Boilern ist dieser Prozess besonders ausgeprägt.
Hausmittel gegen Kalkablagerungen
- Essig oder Zitronensäure: Beide wirken als natürliche Säuren und lösen Kalk. Gießen Sie eine Tasse Haushaltsessig oder einen Esslöffel Zitronensäure gelöst in heißem Wasser in den Abfluss. Nach 30 Minuten mit reichlich heißem Wasser nachspülen.
- Natron und Essig kombiniert: Zuerst Natron, dann Essig schäumt auf und löst gleichzeitig Kalk und organische Ablagerungen.
- Regelmäßiges Nachspülen: Einmal pro Woche heißes Wasser durch den Abfluss spülen verhindert starke Ablagerungen.
Wenn Hausmittel nicht mehr reichen
Bei starken Kalkablagerungen, die den Rohrquerschnitt deutlich einengen, hilft nur ein Fachbetrieb. Professionelle Rohrreiniger in München setzen spezielle Entkalkungsmittel ein oder lösen die Ablagerungen mechanisch mit der Hochdruckspülung. Bei Kunststoffrohren ist dabei Vorsicht geboten - zu hoher Druck kann Fugen oder Verbindungsstücke lösen.
Vorbeugen mit einem Wasserenthärter
Wer dauerhaft weniger Kalkprobleme haben möchte, kann für die gesamte Hausanlage einen Wasserenthärter installieren lassen. Das reduziert den Kalkgehalt im Wasser und schont Rohre, Heizung und Haushaltsgeräte langfristig. In München gibt es spezialisierte Betriebe für diese Installation.
Häufige Fragen
Wie hart ist das Wasser in München?
Münchner Leitungswasser liegt in der Härteklasse 'hart' (je nach Stadtbezirk ca. 16-20 Grad deutscher Härte). Das ist deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt und begünstigt Kalkablagerungen.
Wie oft sollte man Abflüsse in München entkalkung?
Eine monatliche Behandlung mit Zitronensäure oder Essig ist empfehlenswert, um starke Ablagerungen zu verhindern. So bleibt der Abfluss dauerhaft frei.
Schaden Entkalkungsmittel den Rohren?
Haushaltsübliche Zitronensäure und Essig sind bei gelegentlicher Anwendung für Rohre aus Kunststoff und Metall unbedenklich. Stark konzentrierte Säuren sollten nur Fachleute einsetzen.